Die Straße zwischen Bahnhof und Altstadt soll neu gestaltet werden. Neben der Begrünung des Straßenraumes soll auch die Nutzbarkeit für Fußgänger und Radfahrer verbessert und der barrierefreie Standard optimiert werden. Das Konzept sieht eine Straßenführung mit neuer Kreuzungsausbildung, ergänzenden Querungsstellung und einer gesicherten Radwegeführung vor.
Die Baumpflanzungen werden nach dem Prinzip der Schwammstadt ausgebildet. Die Bäume sind in Gruppen gepflanzt. Bei engen Platzverhältnissen wird eine technische Ausstattung zur Bewässerung und Belüftung der offenen Baumscheiben erforderlich. Die Baumaßnahme zur Erstellung der Baumscheiben wird im Rahmen der Förderung zum klimagerechten Stadtumbau von der Regierung von Schwaben unterstützt.
Die städtebaulichen Grundlagenstudie liefert Ansätze für die nachhaltige Neugestaltung der verdichteten Wohnsiedlung in München, Neuperlach. Die Wohnanlage aus den 70er Jahren ist in großen Teilen stark versiegelt. Neben einer mangelnden Barrierefreiheit und unübersichtlichen Wegeführung werden wegen der Gebäudestellung auch Fragen zur Akustik und der klimatischen Situation aufgeworfen. Es werden auch Strategien zum Erhalt des Handelsstandortes und die klimagerechte Ausgestaltung der Flächen formuliert. Auf Grundlage der detaillierten Bestandserhebung und eine Bewohnerbefragung formulieren wir konkrete Ziele und Handlungsansätze. Für die verschiedenen Teilbereiche werden „Visionen“ einer neuen Qualität formuliert, wie das Marx-Zentrum zu einem lebendigen, inklusiven und klimagerechten Quartiersmittelpunkt im Rahmen einer anstehenden Gesamtsanierung weiterentwickeln kann.
Der Entwurf interpretiert durch Setzung eines neuen Kulturzentrums für den Stadtteil Moosach den historischen St. Martins-Platz zu einem lebendigen „Kulturquartett“. Durch Platzierung der Einrichtung als eigenständigen großen Saal entsteht ein vierteiliges Ensemble mit der bestehenden Kirche, dem Pelkovenschlösschen und dem sanierten Hacklhaus, die ihre jeweiligen Charaktere im angrenzenden Freiraum weitertragen. Diese „vier Freunde“ werden durch einen neu gestalteten, sternförmigen Platz verbunden, der als multifunktionaler Rahmen für den Alltag (Boule, Spielgarten) und große Veranstaltungen (Maifest, Märkte) als robust und flexibel erweist.
Das Konzept wahrt den dörflichen Charakter, stärkt die Aufenthaltsqualität durch abwechslungsreiche Freiräume und implementiert mittels „Schwammstadt“-Prinzip ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Die Quartiersmitte wird so zu einem identitätsstiftenden, inklusiven und klimatauglichen Begegnungsort.
Der neue Platz befindet sich im Vorfeld von Bürgerhaus und Amperhalle der Gemeinde Emmering und umfasst auch das Kirchenvorfeld der angrenzenden Kirchengemeinde. Es entsteht ein belebter Treffpunkt, der sowohl für Veranstaltungen wie im Alltag genutzt werden kann. Es entsteht Vorfeld des Bürgerhauses einen großzügigen Platz mit Bühne, in die Bühnenkonstruktion sind die Anschlüsse der Bühnentechnik integriert. Ein Fontänenfeld wird zum Anziehungs- und Attraktionspunkt.
In die Planung werden die Vertreter der Kirchengemeinde sowie die Bewohner der benachbarten Seniorenwohnanlage eingebunden.
Die bestehenden Großbäume werden in die Platzfläche integriert und durch Neupflanzungen im Vorfeld der Amperhalle ergänzt. Zentrales Thema des Entwurfes ist die Ausgestaltung der Fläche im Sinne der Schwammstadt, eine Anforderung an die Neugestaltung am Standort bei hohem Grundwasserstand. Die Pfanzungen und Ausbildung der Wiesenflächen folgen den Prinzipien zur Erhöhung der Biodiversität.
Im Rahmen einer Generalsanierung wird der Innenhof einer Wohnanlage im Münchner Stadtteil Westend neu gestaltet. Der alte Baumgestand wird prägender Teil der neuen Anlage erhalten. Die Anlage wird gestaltet mit blühenden Beeten bis an die Fassaden und offenen Wildstauden- und Wiesenflächen. Auf der sanierten Kellerdecke entsteht eine weitläufige Rasenfläche als neue Mitte der Anlage. Geschwungene Wege erschließen die Haus- und Straßenzugänge und verbinden die verschiedenen Bereiche der Anlage: Vom Sandspiel mit Klettergerüst gelangt man zum Schattengarten mit Blüten- und Strauchpflanzungen. Unter den Großbäumen findet sich ein Brunnstein mit Holzskulptur. Von dort führt der Weg zum Bereich hinter den Hofgebäuden, gestaltet mit einer ‚Langer Bank‘ unter Zierapfelbäumen.
Die Anlage ist auch 20 Jahre nach Erstellung in Ihrer ursprünglichen Gestaltung erhalten und bietet den Bewohnern vielfältig nutzbare Aufenthaltsbereiche.
Der Untere Markt ist Teil des historischen Stadtplatzes der Stadt Dorfen. Die vorhandenen Großbäume werden erhalten und vitalisiert, die Baumscheiben werden vergößert. Die Bepflanzung wird durch neue Bäume ergänzt. Neue Aufenthaltsbereiche entstehen durch eine lange Sitzbank mit Holzdeck entlang der neuen Pflanzflächen, sowie durch ergänzende mobile Sitz- und Pflanzelemente. Die Planung geht sensibel mit den Bestand um, erhält vorhandene Beläge und führt die Gestaltung des Platzes sinnvoll weiter.
Die Ortsmitte von Markt Erkheim beschreibt den Bereich zwischen der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in direkter Lage am Gemeinschaftshaus und der Kirche Peter und Paul am Rathaus. Gebäude des öffentlichen Lebens sowie verschiedene Einkaufsmöglichkeiten sind entlang dieser Wegeachse angeordnet. Die Veranstaltungen der Gemeinde finden auf den öffentlichen Flächen statt. Vor dem Rathaus markiert eine maßvoll dimensionierte Platzfläche den zentralen Bereich. Hier befindet sich der Maibaum, ein mobiles Sitz- und Pflanzelement kann für Veranstaltungen verlagert werden, sodass ein weitläufiger offener Platz vor dem Rathausgebäude entsteht.
Der verlagerte Bach wird zum neuen Spiel- und Aufenthaltsbereich. Der aufgeweitete, flache Bachabschnitt mit Trittsteinen und einer Mittelinsel schafft mit zusätzlichen Wasserspielelementen wie Wasserspindel und Wasserstehlen ein attraktives Spielangebot.
Die Bundesstraße B15 verläuft in Nord-Süd-Richtung durch das Stadtgebiet von Dorfen. Durch die hohen Verkehrszahlen mit großem Anteil an Schwerverkehr stellt die Bundesstraße eine große Belastung für die angrenzenden Stadtquartiere dar. In der Feinuntersuchung werden Möglichkeiten zur besseren Einbindung des Straßenraums in die Innenstadt aufgezeigt. Neben der gestalterischen Aufwertung vor allem der Bereiche an der Altstadt soll durch ergänzenden sicheren Querungsmöglichkeiten, der barrierefreien Ausbildung von Bushaltestellen und Kreuzungspunkten sowie der Schaffung eines durchgängig 2,5 m breiten Fuß- und Radweges soll die Nutzung der Straße durch diese Verkehrsteilnehmer verbessert werden. Die Planung erfolgt in Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt.
Freiräume zu gestalten bedarf ein hohes Maß an Kompetenz für planerische und technische Belange. Es erfordert auch ein genaues Hinschauen, wie Menschen heute leben, welche Bedürfnisse und Anforderungen in Zukunft an den öffentlichen und privaten Raum gestellt werden. Der Grundgedanke der Inklusion bedingt einen öffentlichen Raum, der nutzbar ist für alle Menschen. Barrierefreie und frei nutzbare Räume, die zahlreiche Möglichkeiten zur Begegnung und zum Aufenthalt bieten, werden hier erforderlich.
Markt Marktschellenberg liegt im Berchtesgardener Land in besonders schöner landschaftlichen Lage. Zentrale Themen zur Ausbildung einer belebten Ortsmitte sind in die Sicherung der Grundversorgung sowie die Nachnutzung leer stehender Gebäude bei Erhalt der ortstypischen Gebäudesubstanz. Vor allem für ältere Menschen sollen Wohnangebote gezielt in der Ortsmitte angesiedelt werden. Die Bereitstellung von Pkw-Stellplätzen in zentraler Lage spielt für die Gemeinde eine wichtige Rolle, um eine Ansiedlung von belebenden und ergänzenden Angebote in der Ortsmitte zu initiieren. Deshalb werden die Möglichkeiten zur Optimierung der vorhandenen Stellplatzflächen erarbeitet.
Der zentrale Marktplatz von Marktschellenberg wird von einer Bundesstraße durchschnitten. Der öffentliche Raum soll vor allem für Fußgänger aufgewertet werden. Durch die Umgestaltung der Bundesstraße soll der von der Straße durchschnittene Marktplatz räumlich und funktional zusammenwachsen. In Abstimmung mit dem Staatlichen Bauamt wird die Gestaltung des Straßenraums auf die Ziele zur Aufwertung der Ortsmitte abgestimmt.
Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortes werden Ansätze zur Aufwertung der Ortsmitte ermittelt. Zentrales Thema ist die hohe Geschwindigkeit des Fahrverkehrs auf der zentralen Ortsstraße. Über bauliche Maßnahmen entlang der gesamten Straße wird die Geschwindigkeit verlangsamt. Ein durchgängiger Fußweg erhöht die Sicherheit für Fußgänger. Der zentrale Bereich an der Kirche wird als Treffpunkt ausgebildet, eine Bushaltestelle wird zum attraktiven Aufenthaltsbereich. Der Uferbereich des angrenzenden Baches wird im Rahmen von Hochwassermassnahmen in der Ortsmitte attraktiv und zugängliche ausgebildet. Es ensteht ein informeller Spilpunkt am Wasser in zentraler Lage.
Vier solitäre Punktgebäude fassen den gemeinschaftlichen Hof, der von einem lockeren Kronendach überstellt wird. Trotz offener Gebäudestellung ist eine eindeutige Gliederung zwischen dem öffentlichen Raum und der privaten Hoffläche vom Bauherrn gewünscht. Dies gelingt durch eine diffenzierte Höhenentwicklung der Fläche. Die Hoffläche liegt zur angrenzenden Straße erhöht. Die Fläche wird gefasst mit einer durchgängigen Sockelmauer, welche die Punktgebäude verbindet. Der freie Blick vom Hof ins Quartier bleibt erhalten. Die Flächen im Vorfeld der beiden Ladenflächen öffnen sich zu Straße.
Von der Straße gelangt man über eine flächige Rampe barrierefrei auf den gemeinschaftlichen Wohnhof. Zu jedem Gebäude wird ein ebenerdiger Zugang geschaffen. Seitlich von der zentralen Spielfläche mit Holzdeck sind ruhigenre Aufenthaltsbereiche mit Kleinkinderspiel und Sitzgruppen unter Pergolen angelagert .
Der stark vom Verkehr geprägte fünfarmige Verkehrsknoten wird als Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet. Die Fahrbereiche werden auf das notwendige Mindestmaß reduziert. Bei Erhalt der Verkehrsbelastbarkeit wird die Kreuzung vor allem für Fußgänger und Radfahrer sicher und attraktiv ausgestaltet. Die großzügigen Flächen vor den Gebäuden sind als Aufenthaltsbereiche ausgebildet und mit einem lichten Kronendach überstellt. Die Baumscheiben sind als Sitzelemente gestaltet. Ein besonderer Blickpunkt auf dem Platz ist der Brunnen. Die liegende Skulptur mit Fontänenfeld zeichnet das Logo der Stadt nach. Der bespielbare Brunnen wird zum Anziehungspunkt. Der barrierefreie Ausbau des Platzes ist ein zentrales Anliegen der Planung.
Der Planung geht ein intensiver Beteiligungsprozess voraus, bei dem alle interessierten Bürger sich beteiligen konnten. Die Konzption der Fahrbahnkanten wurde im Vorfeld des Planungswettbewerbs unter fachlicher Begleitung durch den Stadtrat entschieden. Der Entwurf des Platzes ist das Ergebnis eines Planungswettbewerbs.
Mit der Neugestaltung der baumüberstandenen ehemaligen Pausenhoffläche wird die Belebung des zentral gelegenen Stadtqualiers initiiert. Durch die Ausbildung einer attraktiven Mitte soll auch die bauliche Entwicklung des Areals „in zweiter Reihe“ hinter der Hauptstraße ermöglicht werden. Der Platz ist als Treffpunkt für alle Generationen ausgestaltet. In der Nachbarschaft von zwei Seniorenheimen wird die Ausgestaltung auch für die Nutzung von sehr alten Menschen zur besonderen Herausforderung.Die Bänke werden für die belange von alten Menschen neu gestaltet. Gemeinsam mit einem Lichttechniker wird die Beleuctung im gesamten Quartier analysiert und auf die Sehfähigkeiten von älteren Menschen ausgerichtet.
Anziehungspunkt ist ein Wasserspiel als interaktives Spielelement. Die Skulptur aus Spritzbeton mit verschiedenen, steuerbaren Pumpen bietet breite Spielmöglichkeiten, und wird erst durch die Inetraktion verschiedener Akteure zum echten „Wasserspektakel“.
Im Rahmen der Quartiersentwicklung wird die ehemalige Knabenschule zum Mehrgenerationenhaus umgebaut. Im benachbarten Seniorenheim wird eine städtische Kinderkrippe angesiedelt. Die Fläche zwischen Mehrgenerationenhaus und Seniorenheim wird als gemeinsamer Hof ausgebildet.